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27
jähriger Mann bei Bauarbeiten verschüttet
Aufwendiger Rettungseinsatz in Königswinter-Gräfenhohn
Bei Tiefbauarbeiten
an einem Einfamilienhaus in Königswinter-Gräfenhohn, Gräfenhohner
Straße, wurde am Montagnachmittag gegen 16.57 Uhr ein Mann
verschüttet. Ein zweiter konnte sich, als Erdmassen in einen rund 2,70
Meter tiefen Schacht stürzten, noch rechtzeitig retten. Er alarmierte
Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Verschüttete war bis zur Brust von
Erde eingeschlossen, der weitere Einsturz des nur rund 1 Meter breiten
Grabens, direkt an der Hauswand gelegen, drohte. 30 Einsatzkräfte der
Freiwilligen Feuerwehr Königswinter benötigten 1,5 Stunden, um den
Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Er wurde zur Behandlung
vom Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht. Über die schwere seiner
Verletzung werden erst umfangreiche Untersuchungen letzte Klarheit
geben.
Die Einsatzkräfte
der Löschgruppen Ittenbach und Uthweiler wurden von der Person, die
sich selbst aus dem Schacht gerettet hatte, bereits erwartet. Mit
Baustützen und Holzbohlen sicherten sie zunächst die Grube gegen ein
weiteres Einstürzen. Dann stiegen Feuerwehr und Rettungsdienst hinab
zu dem Verletzten und versorgten ihn medizinisch. Um den Betroffenen
nicht weiter zu verletzen, wurden die Erdmassen mit Schaufeln und
teilweise mit der Hand abgetragen. Ein vom städtischen Baubetriebshof
angeforderter Bagger, der eine weitere Entlastung der Schachtwände
bringen sollte, musste nicht mehr eingesetzt werden. Durch die
patientenschonenden Rettungsmaßnahmen benötigte die Feuerwehr jedoch
bis 18.30 Uhr, als der 27 Jährige mit Leinen behutsam aus seiner
Gefangenschaft nach oben gezogen werden konnte. Die gesamte
Einsatzstelle wurde während der gesamten Aktion ausgeleuchtet.
Gegen 18.45 Uhr
verließen die Wehrleute, deren Einsatz von Hauptbrandmeister
Karl-Josef Linden koordiniert worden war, die Gräfenhohner Straße.

Der
Schacht unmittelbar neben der Hauswand

Schweißtreibende Arbeit für die Rettungskräfte

Der
Bagger des Baubetriebshof musste nicht mehr eingesetzt werden

Blick
in den fast rund 3 Meter tiefen Schacht nach der Menschenrettung
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