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Vermutete
Fliegerbombe stellt sich als 11 kg-Progangasflasche heraus
Feuerwehr und
Polizei sperren Niederdollendorfer Rheinufer
Die
Feuerwehr Königswinter wurde am Sonntagnachmittag gegen 16.27 Uhr
von zwei Bürgern alarmiert, die einen verdächtigen Gegenstand im
seichten Rheinwasser in Höhe des Oberkasseler Bootshauses entdeckt
hatten. Die Vermutungen der beiden gingen dahin, dass das
Niedrigwasser eine Fliegerbombe preisgegeben hatte. Feuerwehrkräfte
der Löschgruppen Nieder -und Oberdollendorf sowie des Löschzuges
Altstadt sperrten daraufhin gemeinsam mit Polizei und
Ordnungsverwaltung das Rheinufer auf ca. 200 Meter. Erste
Erkundungen der Wehrleute an der Fundstelle konnten den Verdacht
nicht ausschließen, dass es sich bei dem Gegenstand tatsächlich um
ein Erbstück des letzten Weltkrieges handeln konnte. Der
Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Köln wurde alarmiert.
Von der Flussseite aus sicherte ein Boot der Wasserschutzpolizei die
Einsatzstelle. Die Berufsschifffahrt wurde hiervon nicht
beeinträchtigt. Da die Experten aus Köln bei einem anderen Einsatz
zunächst gebunden waren, konnten zunächst keine weiteren
Maßnahmen eingeleitet werden. Gegen 20 Uhr traf der technische
Einsatzleiter des Kampfmittelräumdienstes, Peter Bens und sein
Mitarbeiter Karl-Heinz Pütz am Bootshaus ein. Die Feuerwehr
leuchtete die Einsatzstelle weiträumig aus, so dass eine erste
Erkundung durch die Fachleute erfolgen konnte. Peter Bens schloss
schnell eine Sprengbombe aus. Die dünnwandige Verarbeitung sowie
rote Lackreste sprachen jedoch für eine eventuelle Brandbombe. Da
der Gegenstand sich unter Wasser im Schlick befand, entschloss sich
der Sprengmeister, mit Hilfe einer Seilwinde der Feuerwehr den
Gegenstand in trockenere Regionen zu ziehen. Nach dem dies
erfolgreich gelungen war, konnte gegen 20.30 Uhr Entwarnung gegeben
werden. Es handelte sich bei der mutmaßlichen Bombe um eine 11 kg
schwere Camping-Propangasflasche. Die Feuerwehr konnte daraufhin die
Absperrungen aufheben. Im Einsatz befanden sich 20 Wehrleute unter
Leitung von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz, der
Fachbereichsleiter der Ordnungsverwaltung, Stadtoberverwaltungsrat
Udo Blaskowski sowie die Polizei und der Kampfmittelräumdienst der
Bezirksregierung Köln.

20.30
Uhr: Erfolgreiches Ende eines langen Einsatzes

Die
Fundstelle im Rhein zwischen zwei Kribben

Für
Fußgänger und Radfahrer war am Bootshaus Tourende

Der
Kampfmittelräumdienst ist eingetroffen

Beratung
der Einsatzleitung mit Sprengmeister Peter Bens

Auch
der WDR interessierte sich für das zunächst unbekannte Fundobjekt
LS
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