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Komplizierter Rettungseinsatz nach
Verkehrsunfall in Willmeroth
95 jähriger PKW-Fahrer verstirbt auf dem
Weg ins Krankenhaus
Ein Zusammenstoß eines PKW mit einem LKW
auf der Willmerother Straße zwischen Königswinter-Sandscheid und
Willmeroth hat am Montagmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und
Rettungsdienst ausgelöst. Der PKW-Fahrer wurde mit technischen Mitteln
der Feuerwehr lebend befreit, verstarb jedoch auf dem Weg ins
Krankenhaus. Die 86 jährige Beifahrerin sowie der 63 jährige
LKW-Fahrer erlitten mittelschwere Verletzungen.
Um 12.24 Uhr wurden Einheiten der
Freiwilligen Feuerwehr Königswinter zu dem Verkehrsunfall alarmiert.
Erste Meldungen sprachen davon, dass ein Fahrzeug brennen würde. Dies
konnte nach Eintreffen auf die Rauchentwicklung zurückgeführt werden,
die sich nach dem Auslösen der Airbags ergeben hatte. Ein PKW und ein
LKW lagen nach dem Zusammenstoß auf einer lang gezogenen Gerade
jeweils gegenüber in den Straßengräben. Der LKW-Fahrer konnte sich
selbst befreien. Feuerwehr und Rettungsdienst gelang es ebenfalls
schnell, die Beifahrerin aus dem Fahrzeug zu retten. Sehr kompliziert
zeigte sich jedoch die Rettung des massiv in seinem Fahrzeug
eingeklemmten 95 jährigen PKW-Fahrers. Zunächst erfolgte eine
Versorgung durch den Notarzt, bevor die Feuerwehr das Fahrzeug auf die
Straße ziehen konnte. Diese Maßnahme war notwendig, um einen Zugang zu
dem Verunfallten zu schaffen. Im Anschluss wurden hydraulische
Rettungsgeräte eingesetzt. Mehrfach mussten die Arbeiten unterbrochen
werden, damit der Rettungsdienst den Zustand des Mannes stabilisieren
konnte. Schließlich konnte er um 13.24 Uhr befreit werden. Mit
lebensbedrohlichen Verletzungen erfolgte sein Transport in Richtung
des Krankenhauses Beuel. Auf dem Weg dorthin verstarb er trotz der
intensiven Bemühungen des Rettungspersonals.
Zur Sicherung des Brandschutzes gingen
Wehrleute mit 2 Rohren in Bereitstellung. Auch liefen bei beiden
Fahrzeugen Öl und Benzin aus, so dass diese Betriebsstoffe mit
Ölbindemittel aufgefangen werden mussten. Mit der Drehleiter des
Löschzugs Altstadt wurde die Polizei unterstützt, in dem aus dem
Rettungskorb Fotoaufnahmen der Unfallstelle geschossen wurden.
Die Feuerwehr blieb bei diesem Einsatz
von einem Eigenunfall nicht verschont. Auf der Anfahrt zur
Unfallstelle in Willmeroth verunglückte ein Fahrzeug der Löschgruppe
Ittenbach an der Kreuzung Siegburger Straße/Nonnenberger Straße mit
einem PKW. Hier blieb es zum Glück bei Sachschaden.
Im Einsatz befanden sich 25 Wehrleute der
Löschgruppen Uthweiler, Ittenbach und Eudenbach. Geleitet wurde die
Rettung von Stadtbrandinspektor Michael Bungarz. Die Besatzungen von 3
Rettungstransportwagen aus Königswinter und Asbach, des
Rettungshubschraubers Christoph 3 aus Köln sowie der Notarzt
Königswinter kümmerten sich um die Verletztenversorgung.

Der eingeklemmte Fahrer wird vom
Rettungsdienst behandelt

Die Rettungsarbeiten werden fortgesetzt

Vom PKW bleibt nur ein Wrack

Am LKW läuft Hydrauliköl aus

Zahlreiche Medienvertreter erhalten nach
der Rettung die Gelegenheit, Aufnahmen zu erstellen

Die Polizei erstellt Luftbilder mit
Hilfe der Drehleiter

Gegen 19.45 Uhr ist die Straße von den
Unfallfahrzeugen geräumt
Fotos: Marc Neunkirchen
LS
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