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Feuer zerstört Dachstuhl und Wohnräume eines Einfamilienhauses
120 Wehrleute bekämpfen Großbrand in Oberpleis
Der
Brand eines
Einfamilienreihenhauses in der Straße „Im Rothsiefen“ in
Königswinter-Oberpleis hat am Freitagabend 120 Wehrleute aus 7
Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Der Einsatz von bis zu
5 C-Rohren konnte ein Übergreifen auf die Nachbarbebauung verhindern.
Wohnräume im Ober- sowie im Dachgeschoss des Brandobjekts wurden
jedoch durch Feuer und Rauch stark in Mitleidenschaft gezogen. Das
Wohnhaus wurde unbewohnbar. Die Eigentümer, die zum Zeitpunkt des
Brandausbruchs nicht zu Hause waren, mussten die Nacht anderweitig
untergebracht werden.
Um
16.43 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr alarmiert, da Nachbarn
Brandgeruch und eine leichte Rauchentwicklung aus einem
Dachgeschossfenster des Hauses wahrgenommen hatten. Bereits eine
Minute nach der Alarmierung war ein zufällig in der Nähe befindliches
Fahrzeug der Löschgruppe Ittenbach vor Ort. Da die Hausbewohner nach
Angaben der Anrufer nicht zu Hause waren, verschafften sich Wehrleute
unter Atemschutz gewaltsam Zugang zu dem Haus. Zunächst wurden die
Räume durchsucht, um sicher gehen zu können, dass keine Menschenleben
mehr in Gefahr waren. Parallel gingen weitere Trupps vor, um die
Ursache der Rauchentwicklung zu erkunden. Sowohl in Räumen des
Obergeschosses als auch im ausgebauten Dachgeschoss konnte
zwischenzeitlich Feuerschein wahrgenommen werden. Gegen
17.14 Uhr kam es zur Durchzündung der Räume in beiden Geschossen. Die
Feuerwehr nahm bis zu 5 C-Rohre von innen als auch von außen, unter
anderem über die Drehleiter des Löschzugs Altstadt, vor. Weitere
Einheiten, die Drehleiter des Löschzugs St. Augustin-Mülldorf sowie
der städtische Rettungsdienst zur Eigensicherung wurden alarmiert.
Durch den massiven Löschangriff konnte um 18.58 Uhr „Feuer in der
Gewalt“ an die Siegburger Feuer- und Rettungsleitstelle gemeldet
werden. Die Suche nach Brandnestern gestaltete sich schwierig, da
wegen Einsturzgefahr teilweise die Räume nicht mehr begehbar waren.
Hilfreich war hier eine Wärmebildkamera, die Hinweise geben konnte.
Auch wurde während der Löscharbeiten das direkt angebaute Nachbarhaus
kontrolliert. Beide Häuser verfügen über einen gemeinsamen Spitzboden,
was eine Brandausbreitung hätte erleichtern können. Hier kam es jedoch
sichtbar zu keinen Schäden. Erschwert wurden die Löscharbeiten
dadurch, dass das Brandobjekt nur von der Straße aus zugänglich war.
Gegen 19.00 Uhr trafen die Eigentümer ein, denen die Nachricht von
Feuerwehr und Polizei übermittelt wurde. Die Nachlösch –und
Aufräumungsarbeiten, bei denen Teile des Dachstuhls von außen über die
Drehleiter abgetragen werden mussten, zogen sich bis in den späten
Freitagabend hin.
Im
Einsatz waren 120 Wehrleute aus 7 der 8 Einheiten der Freiwilligen
Feuerwehr Königswinter. Lediglich die Löschgruppe Niederdollendorf
blieb für mögliche Paralleleinsätze in Bereitschaft. Die Einsatzkräfte
benötigten 24 Atemschutzgeräte, für die aus dem Siegburger
Kreisfeuerwehrhaus Ersatz nach Oberpleis gebracht wurde. Die
Einsatzleitung lag in den Händen von Stadtbrandinspektor Michael
Bungarz.
Die
Polizei Bonn nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Zur Höhe des
Sachschadens kann von Seiten der Feuerwehr keine Auskunft gegeben
werden.

Durchzündung der Räume im Dachgeschoss
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LS |