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Feueralarm in Schwesternwohnheim löst Großalarm aus
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Schwestern erleiden Rauchvergiftungen – Angrenzendes Seniorenheim
nicht betroffen
Der
Brand von Möbeln in einem Aufenthaltsraum des sogenannten
Theresia-Bonzel-Konvents, einem dem Altenheim Haus Konstantia in
Königswinter-Oberpleis angeschlossenen Wohnheims für Schwestern im
Ruhestand, hat am Abend des 2. Weihnachtstages einen Großalarm von
Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. 4 Schwestern erlitten
Rauchvergiftungen, 2 davon mussten stationär behandelt werden. Das
räumlich verbundene Seniorenheim mit 78 Heimplätzen war vom Brand
nicht betroffen.
Zwei
Minuten, nach dem die Löschgruppe Bockeroth zu einem Kaminbrand in
Oelinghoven alarmiert worden war, endeten auch für zahlreiche weitere
Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter die
Weihnachtsfeierlichkeiten. Um 18.51 Uhr wurden sie über das Feuer in
dem rückwärtigen dreigeschossigen Seitenflügel der Seniorenwohnanlage
informiert. Da zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß und die Zahl der
gefährdeten Menschen unklar waren, rückten rund 80 Feuerwehrleute
sowie 20 Kräfte des Rettungsdienstes aus. Schnee und Eis auf den
Straßen erschwerte die Anfahrt. Nach Eintreffen der ersten Fahrzeuge
gingen 3 Trupps unter Atemschutz in das 3. Geschoss des mit 35
Schwestern belegten Wohnheims vor. Die Etage war vollständig
verqualmt. Schwestern kamen den Wehrleuten entgegen und wurden aus dem
Rauch in eine darunter liegende Etage evakuiert. Sie gaben den
Einsatzkräften an, dass es in einem Aufenthaltsraum brennen würde.
Nach dem Gebet in der Kapelle waren sie zurückgekehrt und hatten das
Feuer bemerkt. Eigene Löschversuche brachten keinen Erfolg. 2
Schwestern wurden auf einen Balkon in Sicherheit gebracht. Hier wurden
sie von Einsatzkräften, die über eine Leiter hinaufgestiegen waren,
beruhigt. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnte man ihnen das
Herabsteigen über die Leiter ersparen. Insgesamt 15 Schwestern wurden
von mehreren Notärzten und weiterem Rettungsdienstpersonal betreut. 4
erlitten eine Rauchvergiftung, 2 davon mussten stationär behandelt
werden. Das Feuer in dem Heimtrakt, der vom Orden der
Franzikannerinnen von der ewigen Anbetung zu Olpe“ betrieben wird, war
um 19.17 Uhr gelöscht. Es hatte ein Tisch sowie daneben stehende Möbel
gebrannt. Als Brandursache wird ein Weihnachtsgesteck vermutet.
Der
Rauch wurde mittels Überdrucklüfter aus dem betroffenen Bereich
herausgedrückt. In Absprache zwischen Feuerwehr und Ordnungsamt wurde
verfügt, dass die Etage in der Nacht nicht mehr genutzt wird. Die
Seniorinnen wurden in anderen Teilen des Gebäudes untergebracht. Das
Hauptgebäude, das durch einen Gang mit dem betroffenen Seitentrakt
verbunden ist, war vom Feuerwehreinsatz nicht betroffen. Um 20.15 Uhr
konnten die Helfer zu ihren Unterkünften zurückkehren.
Vor
Ort waren neben Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Michael Bungarz und
Kreisbrandmeister Walter Jonas rund 100 Kräfte von Feuerwehr und
Rettungsdienst. So die Einheiten Altstadt, Oberdollendorf, Ittenbach,
Uthweiler, Bockeroth, Eudenbach aus dem Stadtgebiet Königswinter sowie
weiteren Feuerwehren aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Die
Feuer- und Rettungsleitstelle hatte nach dem Einsatzstichwort
„Massenanfall von Verletzten II“ ausgelöst. Dadurch rückte auch der
Rettungsdienst mit mehreren Notärzten, Rettungstransportfahrzeugen und
weiteren Helfern nach Oberpleis aus.
Der
Paralleleinsatz in Oelinghoven, bei der in der Straße „Im Winkel“ der
Kamin eines Einfamilienhauses brannte, war durch Vornahme eines
Kaminkehrgerätes schnell bekämpft. So war es möglich, dass die
Löschgruppe Bockeroth zur Unterstützung auch noch nach Oberpleis
ausrücken konnte.

Schwestern werden auf einem Balkon von der Feuerwehr betreut

Kräfte warten auf ihren Einsatz

Das
brennende Mobiliar sorgte für die Rauchentwicklung

Der
Rettungsdienst betreute die betroffenen Bewohner

Besichtung des Brandraums nach dem Einsatz
LS |