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Großbrand alarmiert 100 Kräfte von
Feuerwehr und Rettungsdienst
Aufwendige Suche nach vermissten
Personen bei Feuer in Mehrfamilienhaus
Pressemitteilung 02.04., 6 Uhr

Der Brand des Dachgeschosses und des
Treppenraumes eines dreieinhalb geschossigen Gründerzeithauses in der
Königswinterer Altstadt hat in der Nacht zu Sonntag einen Großeinsatz
von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Ein Feuerwehrmann wurde
bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Die Bewohner konnten
augenscheinlich das Objekt rechtzeitig unverletzt verlassen. Von den
18 dort gemeldeten Mitbürgern blieb der Verbleib von 2 Personen in der
Nacht unklar. Wegen Einsturzgefahr konnte das Haus zunächst nicht mehr
betreten werden. Die Menschen kamen bei Freunden und Verwandten unter
bzw. mussten vom Ordnungsamt in einem Hotel untergebracht werden.
Um 0.28 Uhr in der Sonntagnacht wurden
Feuerwehr und Rettungsdienst zu dem Brand in der Bahnhofstraße 25
alarmiert. Mehrere Anrufer hatten bei Feuerwehr und Polizei von einer
Rauchentwicklung aus dem Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses
berichtet. Schlafende Menschen wurden von anderen geweckt und
verließen das Haus. Die ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die
wenige Minuten später eintrafen, fanden eine völlig unklare Situation
vor. So gab es widersprüchliche Aussagen darüber, ob nun alle Menschen
das Haus verlassen hatten. Aus dem Dachgeschoss stieg Rauch auf, aus
dem rückseitigen Treppenraum bereits Flammen. Versuche, über die
Treppe vorzudringen, gelangen bereits nicht mehr, da diese teilweise
vor den Augen der Einsatzkräfte zusammenstürzte. Die unter
Preßluftatmer vorgehenden Wehrleute mussten zum Schutz des eigenen
Lebens den Hausflur verlassen, da ihnen brennende Gegenstände
entgegenkamen. Treppenhaus und Dachgeschoss standen gegen 0.43 Uhr
lichterloh in Flammen. So war die Suche nach Personen wie auch die
Brandbekämpfung nur noch von außen möglich. Drehleitern aus Bonn und
Bad Honnef wurden von Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Michael
Bungarz, genauso nachgefordert, wie ein Großaufgebot des
Rettungsdienstes verschiedener Hilfsorganisationen aus dem
Kreisgebiet.
Schlafende Menschen aus den
Nachbargebäuden wurden geweckt und zum Verlassen ihrer Wohnungen
aufgefordert. Die Feuerwehr ging mit bis zu 5 C-Rohren über die
Drehleitern aus Königswinter und Bad Honnef, die Hinterhöfe und
Balkone der nebenstehenden Häuser vor. So konnte das Feuer in
Dachgeschoss und Treppenraum um 1.02 Uhr unter Kontrolle gebracht und
ein Übergreifen verhindert werden. Parallel stiegen Brandschützer über
Leitern auf der Vorder- und Rückseite auf und schlugen auf der Suche
nach möglicherweise noch im Haus befindlichen Personen Scheiben ein.
Von 18 im Objekt gemeldeten Personen konnten 16 registriert werden.
Der Verbleib von 2 Menschen, die in der Dachgeschosswohnung gemeldet
waren, blieb unklar. Hier konnte in der Nacht niemand eine Aussage
treffen, ob sie zum Zeitpunkt des Brandausbruchs zu Hause waren. Für
die Evakuierten standen Feuerwehrfahrzeugen bereit. Später kamen sie
bei Freunden und Bekannten unter. Für 4 Menschen vermittelte das
Ordnungsamt Hotelzimmer.
Bei den Löscharbeiten wurde ein
Feuerwehrmann leicht verletzt. Da die Anwohner alle unverletzt
blieben, konnten die zahlreichen Kräfte des Rettungsdienstes gegen 2
Uhr ihren Heimweg antreten. Um 2.35 Uhr war das Feuer, u.a. mehrere
schwer zugängliche Brandnester im Dachstuhlbereich, aus. Eine
Brandwache blieb bis in die Morgenstunden vor Ort. Während der
Löscharbeiten hatte die Löschgruppe Bockeroth am Feuerwehrgerätehaus
Altstadt für mögliche Paralleleinsätze in Bereitschaft gestanden. Im
Einsatz befanden sich 100 Kräfte von Rettungsdienst, Polizei sowie den
Einheiten Altstadt, Ober- und Niederdollendorf, Ittenbach und
Bockeroth der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter. Unterstützung kam
von Kräften der Feuerwehren Bad Honnef und Bonn, sowie des
Kreisfeuerwehrhauses. Stadtbrandinspektor Michael Bungarz leitete die
Brandbekämpfung. Kreisbrandmeister Walter Jonas unterstützte ihn
hierbei.
Treppenhaus und Dachgeschoss des Hauses
aus der Jahrhundertwende wurden fast vollständig zerstört. Durch
Löschwasser wölbten sich die Lehmdecken gefährlich, so dass das
gesamte Objekt wegen Einsturzgefahr derzeit nicht mehr betreten werden
kann. Mitarbeiter der Energieversorgungsunternehmen stellten aus
Sicherheitsgründen die Versorgung des Hauses ein. Die Polizei
versiegelte die Brandstelle und wird die weiteren Ermittlungen zur
Brandursache aufnehmen. Von Seiten der Feuerwehr kann hierzu wie auch
zur Schadenshöhe keine Auskunft gegeben werden.
Bilder vom Einsatzgeschehen können der
Fotodokumentation entnommen werden
MN/LS |