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100 Wehrleute rücken zu 48 Einsätzen aus
Zwischenbilanz der Königswinterer Wehr nach Orkantief Emma
48
Einsätze im gesamten Stadtgebiet, bei denen jedoch der Sachschaden
überschaubar blieb, so bilanziert die Freiwillige Feuerwehr
Königswinter die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Orkantief Emma.
100 Wehrleute waren ab 6:28 Uhr am Samstag bis in die Mittagsstunden
im Einsatz, um über 40 Bäume von Straßen und Wegen zu räumen, Schäden
an Dächern einzugrenzen oder sonstige Gefahren nach dem Sturm zu
beseitigen. Die Einsätze konnten trotz der für die Rettungskräfte
nicht immer ungefährlichen Arbeit ohne Personenschäden beendet werden.
Das es auch anders ausgehen kann, wurde einem Wehrmann noch am Morgen
in Ittenbach bewusst. Auf der Anfahrt zum Feuerwehrgerätehaus konnte
er mit seinem PKW auf dem Hüscheider Weg einem in diesem Moment
herabstürzenden Ast nicht mehr ausweichen. Hier blieb es zum Glück bei
Sachschaden, mit dem sich nun die städtische Versicherung beschäftigen
kann.
In
Anbetracht der zahlreichen Stürme und Gewitter, mit deren Folgen sich
die Königswinterer Wehr in den vergangenen Jahren beschäftigen musste,
konnte dieses Mal von einem Routineeinsatz gesprochen werden. Ab 6:28
Uhr waren 100 Wehrleute aus 7 Einheiten im gesamten Stadtgebiet im
Einsatz. Bäume versperrten u.a. zeitweise die Landesstraßen L 331
zwischen der Altstadt und Ittenbach, die L 268 zwischen Kloster
Heisterbach und Heisterbacherrott sowie die Kreisstraße 25 in Richtung
Vinxel. Im Gegensatz zum Orkan Kyrill konnten hier jedoch alle Straßen
umgehend nach Beseitigung der Hindernisse wieder für den Verkehr
freigegeben werden. Ein Baum stürzte in Heisterbacherrott auf der L
268 auf einen fahrenden PKW. Hier blieb es wie in allen anderen
bekannten Fällen bei Sachschäden. Mehrfach musste die Feuerwehr auch
in schwierigen Situationen kurzfristig Notfällungen vornehmen, weil
sich Bäume gefährlich in Richtung der Wohnbebauung geneigt hatten. So
u.a. in Stieldorf auf der Dissenbachtalstraße, wo eine bereits an der
Hauswand lehnende Fichte mit Hilfe der Drehleiter abgetragen werden
musste. Ähnlich die Situation in Oberdollendorf auf dem Schnitzenbusch.
Eine 30 Meter hohe Pappel musste kurzfristig am Döttscheider Weg
gefällt werden, um ein unkontrolliertes Umstürzen auf die Fahrbahn zu
verhindern. In 4 Fällen mussten Dächer notdürftig gesichert bzw.
Dachziegeln aus Regenrinnen entfernt werden. Alle Kräfte wurden durch
eine im Feuerwehrgerätehaus Ittenbach unter Leitung von
Stadtbrandinspektor Michael Bungarz eingerichtete Führungsstelle zu
den Einsatzorten beordert. Unterstützung erhielt die Feuerwehr vom
Baubetriebshof der Stadtbetriebe Königswinter sowie vom Landesbetrieb
Straßen.
Nach
dem der Wind nachgelassen hatte und alle Notrufe abgearbeitet waren,
konnte der Einsatz gegen 14 Uhr beendet werden. Es bleibt abzuwarten,
ob das laut Wetterdienst weiterhin stürmische Wetter am Wochenende
noch zu weiteren Alarmierungen führen wird.

Häufiges Bild an diesem Samstag in Königswinter
Foto: Michael Klingmüller, Lz. Ittenbach
Weitere Bilder in unserer Fotodokumentation
LS
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