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Die Einsatzzahlen erreichen in Königswinter neuen Rekord
Extreme Wettersituationen sorgen immer häufiger für Notrufe
Noch
nie wurde die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr bei Bränden und
Unglücksfällen häufiger angefordert, wie 2007. Mit 414 Alarmierungen
verzeichnet der aktuell veröffentlichte Jahresbericht eine Steigerung
um satte 41 % gegenüber dem Vorjahr. Extreme Wettersituationen wie
Sturm Kyrill im Winter, Trockenheit und damit verbundene Brände der
Vegetation im Frühjahr sowie Starkregen im Sommer verursachten so
manchen Alarm. Der Klimawandel ist hier ganz konkret zu beobachten.
Doch auch gesellschaftliche Veränderungen sorgen vermehrt für Notrufe.
Die Tragehilfe bei erheblich übergewichtigen Patienten oder die
Öffnung von Wohnungstüren für den Rettungsdienst, weil alleinstehende
Patienten diese nicht mehr selbstständig öffnen können und kein
Angehöriger mit Schlüssel kurzfristig erreichbar ist, kommen heute
immer häufiger vor. Gerade zur Nachtzeit müssen die Ehrenamtlichen
auch vermehrt ausrücken, weil Kleidercontainer, Abfallbehälter an
Buswartehallen und Sperrmüll offenbar vorsätzlich in Brand gesteckt
werden. Automatische Brandmeldeanlagen in besonders gefährdeten
Objekten, vom Grundsatz her zu begrüßen, demonstrieren ihre
Schattenseiten. Die Zahl der Fehlalarme, bereits auf sehr hohem
Niveau, stieg auf 85 weiter an.
Das
Hobby „Freiwillige Feuerwehr“ ist trotz der zahlreichen Einsätze, bei
denen die Wehrleute zu jeder Uhrzeit aus Privat- oder Arbeitsleben
gerufen werden, in Königswinter weiterhin attraktiv. 333 Aktive, ein
leichter Anstieg, engagieren sich in 8 über das gesamte Stadtgebiet
verteilten Löscheinheiten. Auch die Zukunft scheint mit 125 Jugendlichen
gesichert.
Auf
ihren ehrenamtlichen Dienst müssen sich die Frauen und Männer intensiv
vorbereiten. Neben Lehrgängen und internen Schulungen betraten die
Brandschützer im vergangenen Jahr hier gleich mehrfach Neuland. So
wurde erstmalig ein Fahrsicherheitstraining mit Großfahrzeugen
durchgeführt und unter realistischen Bedingungen in einer
Brandsimulationsanlage geübt. Bei der Grundausbildung der
Nachwuchskräfte kooperiert Königswinter seit 2007 mit der Schule der
Berufsfeuerwehr Bonn. Auf die Hilfe der professionellen Ausbilder soll
in der Zukunft bei weiteren Fachausbildungen verstärkt zurückgegriffen
werden.
Für
weitere 6 Jahre wurde die Gesamtführung in ihrem Ämtern bestätigt. Mit
Stadtbrandinspektor Michael Bungarz und Stellvertreter Bruno Lemke
lenken erfahrene Männer weiterhin die Geschicke der großen städtischen
Einrichtung.
Auf
die wachsenden Anforderungen hat die Stadt Königswinter als
gesetzlicher Träger des Feuerschutzes mit zahlreichen Investitionen
reagiert. So konnte beispielsweise der Fuhrpark in den letzten 10
Jahren mit der Ersatzbeschaffung von 18 Fahrzeugen und 3 Boote
erneuert werden. In der Zukunft wird ein weiterer Schwerpunkt die
Verbesserung der räumlichen Unterbringung sein. Für die Einheiten
Bockeroth und Oberdollendorf sind neue Feuerwehrgerätehäuser
notwendig, in Eudenbach und Uthweiler Erweiterungen erforderlich.
Webmaster Anno Klant wird den
Jahresbericht in gewohnter Form in den nächsten Wochen für unsere
Homepage aufbereiten. Bis dahin steht er schon einmal als PDF-Dokument
im Download (1 MB) zur Verfügung.

LS
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