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Motorjacht schlägt an Mehlemer Kribbe
leck und sinkt
Ehepaar wird vom Technischen Hilfswerk
in Sicherheit gebracht
Mehlem. (nfz) Mit einem Schock für die
Beteiligten endete am Sonntagmorgen ein Ausflug mit einer Motorjacht
auf dem Rhein. Das Boot, das in Richtung Oberwinter unterwegs war,
fuhr gegen 9 Uhr im Bereich der Mehlemer Kribben auf Grund und zog
sich ein Leck im Rumpf zu. Innerhalb von Sekunden lief Wasser in das
Schiff. Zwar versuchten die Bootsführer - ein Ehepaar -, das Wasser
eigenhändig auszuschöpfen, kamen jedoch gegen die einströmenden Fluten
nicht an. Das Paar setzte daraufhin einen Notruf ab und wurde von
einem Rettungsboot des Technischen Hilfswerks ans sichere Ufer
gebracht.
Die sieben bis acht Meter lange Motorjacht mit Kajüte sank dann aber
binnen kurzem. Sie wurde vom THW sofort vorschriftsmäßig gesichert.
Sorgenfalten verursachten den Rettungskräften nur die Tatsache, dass
sich im Boot ein Tank mit rund 170 Litern Diesel befand.
Doch offenbar "ist der Tank ganz
geblieben, sonst hätten wir längst einen Gewässerschaden bemerkt",
meinte Hans-Georg Ernst, Polizeioberkommissar von der Wache Bonn der
Wasserschutzpolizei, die ebenfalls vor Ort war. Auch die Feuerwehr war
in den Einsatz eingebunden.
Über die Ursache des Unglücks gab es am Sonntag nur Spekulationen.
Möglich sei es, dass ein großer Stein sich von den Kribben gelöst habe
und in die Fahrrinne gewandert sei. Ob und wie das Boot letztlich
gehoben werde, hänge von einer genauen Untersuchung ab, meinte
Siegfried Limbach vom THW.
Zu diesem Zweck seien Taucher von der DLRG angefordert worden.
Üblicherweise würden in einem solchen Fall Luftkissen angebracht, die
das Boot anheben, so dass es ans Ufer gezogen werden könne. Während
ihr Mann sich um die Einzelheiten der Schadensregulierung kümmerte,
rang die Eigentümerin am Ufer immer noch um Fassung.
Text: General-Anzeiger Bonn
Im Einsatz befanden sich Kräfte der
Berufsfeuerwehr Bonn, Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef, Freiwillige
Feuerwehr Königswinter mit den Einheiten Altstadt und
Niederdollendorf, DLRG und THW

Tauchereinsatz

Das THW wurde von der Lg.
Niederdollendorf bei der Bergung unterstützt
Fotos: T.Knott, Lg. Niederdollendorf
LS
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