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Heißester Tag endet in Königswinter mit 17 Einsätzen der Feuerwehr
Stadtgebiet kommt mit blauem Auge davon
Der bislang heißeste Tag des Jahres 2008 endete auch in Königswinter
mit wetterbedingten Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr. 60
Wehrleute mussten am späten Mittwochabend zu insgesamt 17 Einsätzen
ausrücken. Keller standen unter Wasser, Kanaldeckel waren
aufgeschwemmt worden und Schlamm auf Straßen gespült worden. In 2
Fällen vermuteten Anwohner Brände nach Blitzeinschlägen. Insgesamt
blieb der Schaden jedoch überschaubar, in manchen Fällen mussten die
Wehrleute nicht mehr eingreifen.
Während die Gewitterfront noch über Königswinter hinweg zog, kam es
um 22:13 Uhr zum ersten wetterbedingten Einsatz. Ein Anrufer
vermutete nach Blitzeinschlag einen Brand im Turm der Pfarrkirche
St.Remigius in der Altstadt. Kräfte des Löschzugs Altstadt
erkundeten daraufhin das Kirchengebäude von innen und außen,
letztlich konnte Entwarnung gegeben werden. Ähnliche Situation wenig
später auf dem Petersberg. Hier sprachen Anrufer von Feuerschein,
der sogar aus Oberdollendorf zu sehen wäre. Aufsteigender
Wasserdampf in Verbindung mit Scheinwerfern des Hotels konnte als
Ursache identifiziert werden.
Währendessen gingen weitere Notrufe aus dem gesamten Stadtgebiet
ein. So wurden beispielsweise auf der Rheinallee Kanaldeckel durch
die Wassermassen aufgeschwemmt, in Stieldorf und Vinxel stand bis zu
15 cm hoch Wasser in tiefer gelegenen Wohnungen. Auf der Vinxeler
Straße war Schlamm und Geröll aus dem nahe liegenden Feld auf die
Straße geschwemmt worden. In Oberpleis trat Wasser in den
Katholischen Kindergarten an der Lohrbergstraße ein. Auch der in
unmittelbarer Nähe befindliche Verenenhof, eine Einrichtung für
betreutes Wohnen, war von eindringendem Wasser betroffen. Den
dortigen Bewohnern setzte die Aufregung teilweise so zu, dass der
städtische Rettungsdienst hinzugezogen werden musste. In manchen
Fällen hatte sich der Einsatz schon vor Eintreffen erledigt, da das
Wasser wieder selbsttätig abgeflossen war. Koordiniert wurden die
Alarmierungen durch die im Gerätehaus Oberdollendorf eingerichtete
Einsatzleitung. Insgesamt hielten sich die der Feuerwehr bekannt
gewordenen Schäden jedoch in Grenzen. Königswinter kam bei diesem
Unwetter mit einem blauen Auge davon.
Die 60 Einsatzkräfte der Einheiten Altstadt, Oberdollendorf,
Ittenbach, Oelberg, Bockeroth und Uthweiler waren teilweise bis in
die Nacht im Einsatz.

Überschwemmte Kellerwohnungen in Stieldorf

Die Löschgruppe Bockeroth im Einsatz
Fotos: Arne
Kendzia, Lg. Bockeroth
LS
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